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Jetzt leben wir schon seit über einem Jahr in Zeiten von Pandemie, social distancing, Homeoffice, Homeschooling, Lockdowns- and Ups, Corona-Demos, AHAbstandsregeln. Bundesnotbremse. Ausgangssperre. Mein Kommentar/Zitat dazu: “ Das Virus geht nicht nachts spazieren, sondern tagsüber arbeiten“.

Ein Ende in Sicht?? Vielleicht, vielleicht nicht. Auch wenn angeblich mit dem Impfen alles gut werden soll. Aber wann werden alle geimpft sein? Und schon fängt die nächste Neiddebatte an. Zwischen Geimpften und Nichtgeimpften. Über Rechte und Privilegien. Ich glaube, es hört NIE auf. Solange der Kapitalismus nicht aufhört.

„Die Romantisierung der Quarantäne ist ein Klassenprivileg“- ein Graffiti an irgendeiner Wand in Frankfurt. Manch eine spricht auch von einem „Klassenvirus“. Frau weiß doch inzwischen, dass diese Pandemie am meisten die Armen dieser Welt trifft. Egal, in welchem Land der Erde.

 Dieses Virus hat eine Gesellschaft, die vorher schon ungerecht war, nun noch in einer Weise gespalten und die Diskussionsatmosphäre derart vergiftet, dass Freundschaften dabei drauf gingen, offener Meinungsaustausch bis in die Familien hinein nicht mehr möglich bzw. sehr erschwert war. Viele haben sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen bzw. sich gar nicht mehr zu Corona geäußert- aus Angst, wiederholt missverstanden zu werden.

The German Angst – allgegenwärtig. Ich wünschte , die Menschen hätten mehr Angst vor der Klimakatastrophe, Krieg und der Kälte untereinander. Der berühmte Lyriker Erich Fried schreibt in einem Gedicht:

„Meine Angst ist so groß geworden, dass sie vor nichts mehr Angst hat.“ Wir könnten also etwas dagegen tun. Das wärs.

 Was diese Gesellschaft gerade aus uns macht, wird besonders für die Kinder und Jugendlichen schwerwiegende Folgen haben. Wie kann eine Gesellschaft nur so mit ihrer Zukunft umgehen. Unbegreiflich.

Die Kunst, die Kultur wird gerade geopfert auf dem Altar der Entscheidungen der Herrschenden zur Eindämmung der Pandemie. Ein Wahnsinn.

Auch das wird Folgen haben – nicht nur materiell, sondern und vor allem ideell, mental, psychisch, gesundheitlich insgesamt. Eine Katastrophe.

Ich habe – wie bestimmt jeder und jede von uns- viele verschiedene Phasen durchgemacht- leicht ist diese Zeit nicht- auch wenn Optimisten und Ältere vielleicht besser damit umgehen können, wie es laut Studien heißt.

Wollen wir also hoffnungsfroh in die nähere Zukunft blicken- Pessimismus ist ja auch keine Lösung. Zum Beispiel freue ich mich auf Wärme, den Frühling, den Sommer! Wunderbar!

Ich fange meine wechselnden Stimmungen mit Farben und Formen weiterhin ein, schreibe viele Gedanken auf oder spreche sie als Nachrichten an mich selbst auf „Band“.

Im Sommer- sofern die Pandemie es zulässt- freu ich mich, euch in meinem Garten begrüßen zu dürfen.

Bei einem kleinen Wein, einem freundlichen Gespräch in meiner neuen Lounge sprechen wir miteinander über das, was uns bewegt, berührt, ehrlich und offen, angstfrei und solidarisch. Wenn ihr mögt!

Kunst und Wein, Brot und Rosen!

Reden wir über unsere Träume für eine bessere, vielleicht abwechslungshalber mal herrschaftsfreie Welt (wie Konstantin Wecker sagen würde). Über Utopia!

Schaut ab und zu hier vorbei – im Juli und August wird es Termine zu meiner Ausstellung: „Kunst im Garten“ geben! Lasst euch überraschen.

Voila- da sind wir! Die Göttinnen…

 

„Kunst ist nützlich in einem medizinischen Sinne, da sie gefährliche Emotionen zutage fördert und läutert.“(Susan Sontag)….Diese Aussage ist zu einer Art Leitmotiv für meine Malerei geworden.


Meist abstrakte, aber auch „direkt“ politisch-pazifistische Botschaften prägen meine Bilder und Collagen.

Es ist meine „Art from the Heart“. Um es mit den Worten von F. Nietzsche zu sagen: „Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.“

Und die „Wahrheit“, also die gesellschaftliche Mischung aus Nationalismus, Rassismus und sozialer Kälte in diesem Lande, lässt mich oft zweifeln am Menschen als Vernunftswesen und zur Empathie fähig. Ich „muss“ es dann heraus-malen, auch wenn hin und wieder ein Aufschrei, ein Klimastreik, eine Demo gegen Rechts und Aufrüstung, für Frieden und Verständigung in der Welt, die „wahrhaftigere“ Art ist.

Auch das ist (für mich!) Wahrheit: Der Kapitalismus ist permanente sittliche Beleidigung und muss also weg.

Love, peace and understanding!

Eure Claudia